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Mediation oder Gericht – die wichtigsten Unterschiede

Beide Verfahrensarten werden als professionelles Streit- oder Konfliktmanagement bezeichnet.

Mediation

Diese Konfliktbewältigung erfolgt auf rein freiwilliger Basis. Der jeweilige Mediant wirkt aktiv an der Lösung mit und bestimmt das Ergebnis mit. Der Mediator fungiert unabhängig als Mittler und Moderator im allparteilichen Interesse.

Die Mediation ist ein sehr schnell durchzuführendes Verfahren, da kaum Formvorschriften die Gestaltung einschränken. Sollte die  Mediation scheitern, steht es den Parteien frei, ein Verfahren vor den ordentlichen Gerichten durchzuführen – ein Rechtsverlust tritt also nicht ein.

Schiedsgericht

Das Schiedsgericht ist privater Natur, bei dem über den Streit abschließend durch ein Schiedsurteil entschieden wird. Grundlage der Entscheidung sind die geltenden Gesetze. Die Entscheidung ist für die Parteien bindend. Geführt wird das Verfahren durch den Schiedsrichter, dem die Kompetenz zu entscheiden anvertraut wird.

Dieses Schiedsverfahren ist in seinen Grundzügen gesetzlich geregelt (§§ 1025-1066 ZPO).

Nicht jeder Streit gehört vor Gericht!

Stichwort: Unabhängigkeit

Unabhängig, das heißt für uns:

  • der Konfliktherd, um den es geht wird, von Ihnen bestimmt und nicht durch einengende Gesetze.
  • es geht nicht um bloße "Gefühlsstörungen" und Befindlichkeiten
  • es besteht kein Abhängigkeitsverhältnis zu einer der Konfliktparteien
  • Kompetenz durch Ausbildung und Erfahrung  sowie eigenständige Moderation des Prozesses gewährleisten ein professionelles Herangehen an die "heißen" Themen

Gerichte

Staatliche Gerichte werden eingeschaltet, wenn eine Lösung eines Streits einvernehmlich nicht möglich ist. Sie arbeiten nach vordefinierten rechtlichen Strukturen. Das gilt sowohl für die Art und Weise,  wie das Verfahren geführt wird – hier gelten die Regeln der Zivilprozessordnung (ZPO) – und auch die die Grundlage, auf der eine Entscheidung gefällt wird.

Grundsätzlich wird ein Gerichtsverfahren durch Schreiben an Gerichte eingeleitet; im Regelfall erfolgt vor einer mündlichen Verhandlung ein intensiver Schriftwechsel. Wenngleich es nicht in allen Fällen gesetzlich zwingend ist, einen Anwalt einzuschalten, werden in den meistens angesichts komplexer Rechtsfragen Juristen mit der Prozessführung beauftragt.  Am Ende entscheidet – wenn eine vergleichsweise Regelung nicht gefunden werden kann -  der Richter mit für alle Parteien verbindlicher Wirkung. Gegen die meisten Entscheidungen von Gerichten gibt es die Möglichkeit, ein Rechtsmittel einzulegen, so dass dann eine zweite Instanz von neuem aufgerufen ist, sich der Sache anzunehmen.

Neben dem Vorteil eines staatlich anerkannten Verfahrensablaufs und Rechtsanwendung bleibt der Nachteil, dass ein hoher Zeit- und Kostenaufwand zu kalkulieren ist.

Mediator für Bonn, Köln, Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis

Das persönliche Gespräch ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg eines Mediationsverfahrens.

Unsere Kanzleiräume in Siegburg und liegen verkehrsgünstig und sind von den umliegenden Städten Bonn, Sankt Augustin, Troisdorf, Lohmar sowie von den Orten des Rhein-Sieg-Kreises und umliegenden Kreisen schnell erreichbar.

Rufen Sie uns an: (0 22 41 / 17 33 0)